Wie alles in Warenthin mit der Bungalowsiedlung begann

1963 begann die Suche der Deutschen Post der DDR , dass Amt für Materialwirtschaft (AfM) später Zentralamt für Materialwirtschaft (ZfM) Berlin, hier die Außenstelle (Ast) Erfurt,  mit mit der Suche eines geeigneten Grundstückes für ein Ferienobjektes für die Beschäftigten der Erfurter Außenstelle. Nach langem Suchen durch die Kollegen Mönch† , Knospe und Kirchner†  konnte ein Grundstück welches geeignet erschien bei Herr Paul Wagner† in Warenthin angepachtet werden. Nun wurde ein damalig üblicher Bauarbeiterwohnwagen auf dem Pachtgrundstück abgestellt. Man muss hier sagen, dass das Gelände eine unbewaldete abfallende Feuchtwiese mit Wildbewuchs war. Es gab weder Wasser, Strom, geschweige Toiletten noch Zäune. Mit  der Erschließung der heutigen "Bungalowsiedlung" in diesem Sinn, haben „Thüringer Postler" Siedlungspionierarbeit geleistet und den Grundstein für die Bungalowsiedlung in Warenthin gelegt. Viele weitere Betriebe siedelten sich in den nächsten Jahren  in Warenthin an. Der aufgestellte Wohnwagen wurde für zwei Familien hergerichtet. Schnell erkannte man aber auch damals schon, dass diese Lösung nicht optimal war und man begann Bungalows zu bauen. Nicht in der Ausführung wie man sie heute kennt, aber es waren vier feststehende Wände.

1. Bauwagen als Feriendomiziel    Baustelle !!
Die Küche des Wohnwagens So wohnte man damals
Der Amtsleiter, Oberrat Erich Lindemann , bei Herrn Wagner , dem Landverpächter, machte den Weg zum Bau von Bungalows für die Angehörigen des AfM/ZfM Erfurt klar. Nun konnte es losgehen. 1963

Die selbe Straße 2011

Material wurde angeliefert und der Bau von zwei Bungalows begann in der Einöde von Warenthin. Alle Arbeiten wurden von Mitarbeitern des Amtes ausgeführt. Das Material sämtlich aus Erfurt herangefahren. Baufirmen oder Baustoffhandel war nur für die örtliche Bevölkerung zuständig. Was hier geleistet wurde war schon bemerkenswert von der Planung beginnend bis zur Fertigstellung.
Irgendwie sieht das schief aus, aber es wurde!!
Einsam und allein steht der erste Bungalow, der Zweite wird folgen, im Hintergrund Reste von der anfänglichen "Wagenburg"
Die Wohnzimmerausstattung, ein wenig spärlich, dennoch waren die Glückspilze die hier Urlaub machen durften glücklich und zufrieden. Da wo damals der Schrank stand ist heute der Durchgang zu einem weiteren Schlafzimmer und einen modernen Bad
Der Donnerbalken, klar den gab's auch, die Fundamente sind bis heute erhalten
Ein Aufbauteam beim Einrichten der Bungalows, v.l.n.r. Ruth Bühner Chefsekretärin, Gerhard Adlung Güteingenieur und Elektriker †, Werner Kürschner (genannt Huscha) Betriebstischler †, Gerhard Schrumpf, Betriebshandwerker
Robert Mönch † Chef der Hausverwaltung organisierte den Antransport vom Materialien im Frühjahr, mit dabei der Kraftfahrer Norbert Voigt und Betriebshandwerker Gerhard Schrumpf.
Herbert Köbis †, Kfz Meister des Amtes, brachte die Arbeitsgruppe nach Warenthin